3 przepisy na 3 karnawałowe noce

wochenblatt.pl 4 godzin temu

Das Ende des schlesischen Karnevals bedeutete einst ausgelassenes Feiern und üppiges Schlemmen. Besonders ausgiebig wurden die letzten 3 Fastnächte begangen. Die Wirtshäuser platzten aus allen Nähten, und Maskenbälle waren an der Tagesordnung.

Ob zu Hause oder in der Stadt – fette und süße Karnevalsköstlichkeiten durften nicht fehlen. Der unangefochtene König war und bleibt bis heute der Krapfen. In der Februar-Ausgabe 1928 „Die Welt der Frau” finden wir folgendes Rezept:

Traditionell aß man in der Karnevalszeit in Schlesien Fastnachtsküchlein, ….
(Foto: M.Janik)

Fastnachtsküchlein

In 1¾ Pfund Mehl nimmt man ¼ Pfd. Butter, 8 Eier und ungefähr ½ Schoppen Milch, Salz, Kirschwasser und Bierhefe. Das Mehl wird mit dem Salz in eine Schüssel getan, dann mit der Milch und einigen Eiern ein fester, glatter Teig geschafft. Danach schafft man die Butter zart und gibt sie nebst den anderen Eiern dazu. Zuletzt kommt die Hefe und der Vorteig dazu, worauf man den Teig gehen lässt. Dann bringt man die Küchlein auf ein Nudelbrett, wo sie noch einmal gehen müssen, und bäckt sie in heißem Fett.

Alte kulinarische Traditionen geraten allmählich in Vergessenheit. Deshalb bringe ich hier eine weitere, herzhafte Rezeptempfehlung aus derselben Quelle ans Licht:

…Zwiebelkuchen,…
(Foto: M.Janik)

Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen wird von Brotteig gemacht. Zu einem Kuchen nimmt man 8–10 große Zwiebeln, schneidet sie fein und dünstet sie weich in Butter. Sind die Zwiebeln erkaltet, rührt man 6 Eier in die Masse, 1 Schöpfer voll Mehl, stark ¼ Liter sauren Rahm und etwas Kümmel. Dann rollt man den Teig aus, streicht die Masse darauf und fein geschnittenen geräucherten Speck darüber.

Die Wurzeln des dritten Vorschlags reichen bis ins Mittelalter zurück. Einer alten Legende zufolge waren es einfache Ritter, die mangels Fleisch auf altbackenes Brot angewiesen waren. Um ihre Brotreste genießbar zu machen, tauchten sie sie in eine Mischung aus Milch und Eiern und brieten sie in der Pfanne goldbraun – so entstand eine der ältesten und zugleich köstlichsten Resteverwertungen der Küche. „Die Welt der Frau” aus dem Jahr 1931 empfiehlt ein aromatisches Pfannengericht:

… und Arme Ritter.
(Foto: M.Janik)

Arme Ritter.

Man nimmt dazu am besten Semmeln vom vorigen Tag, die man durchschneidet und für zehn Minuten in Milch legt. Dann nimmt man sie heraus, wälzt sie in Ei und bäckt sie auf der Pfanne. Dann werden sie auf beiden Seiten mit Zucker und Zimt bestreut und mit Fruchtsoße oder Marmelade serviert.

Małgorzata Janik

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