„Heimat i hajmat“ – Oberschlesien auf Glasfotoplatten festgehalten

wochenblatt.pl 1 godzina temu
Zdjęcie: DRUK Heimat B1


Neue Ausstellung in der Willa Caro in Gleiwitz

Schon morgen wird in der Willa Caro – der Kunstlesehalle des Museums in Gleiwitz – die Ausstellung „Heimat i hajmat. Oberschlesien in der Vorkriegsfotografie aus den Sammlungen des Museums in Gleiwitz“ eröffnet. Die Präsentation zeigt einen digitalisierten Ausschnitt einer einzigartigen Fotosammlung, die auf Glasplatten festgehalten wurde und aus den Vorkriegsbeständen des Museums in Gleiwitz stammt. Die Sammlung ist eng mit der Tätigkeit des Verlages Heimatverlag Oberschlesien verbunden.

Die gezeigten Fotografien entstanden in der Zwischenkriegszeit, als die Heimatschutzbewegung (Heimatschutzbewegung) sowie die zunehmende Verbreitung der Amateurfotografie die Entwicklung des Phänomens der sogenannten Heimatphotographie begünstigten. Diese Bilder erfüllten sowohl eine heimatkundliche und dokumentarische als auch eine propagandistische Funktion und prägten Vorstellungen von Oberschlesien als „kleiner Heimat“. Heute, mit zeitlichem Abstand betrachtet, regen sie dazu an, über die Bedeutung der Begriffe Heimat und hajmat im heutigen Kontext nachzudenken.

Lehmbergkirchel in Oberglogau, vor 1940.

Von der Industrie bis zur Ethnografie

In der Ausstellung wird eine Auswahl von Arbeiten der wichtigsten Fotografen präsentiert, die mit dem Verlag zusammenarbeiteten, darunter Paul Schau, Josef Grehl, Anton Noky, Alfred Brendt und Max Steckel. Die Exposition umfasst ein breites thematisches Spektrum: Industrie, Sakralarchitektur, ethnografische Szenen sowie Stadtlandschaften – mit besonderer Berücksichtigung von Gleiwitz.

Wie die Autoren der Ausstellung betonen, beschränkt sich die Präsentation nicht ausschließlich auf die Schau archivierter Fotografien. Vielmehr soll sie einen Ausgangspunkt für Gespräche über die heutige Bedeutung der Begriffe „Heimat“ und „hajmat“ sowie darüber bieten, wie sich Vorkriegsbilder heute jenseits ihres ursprünglichen, oft ideologischen Kontextes lesen lassen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung ist zudem die Präsentation der fotografischen Technik. Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, originale Glasfotoplatten zu sehen, auf denen die Aufnahmen entstanden sind. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis sowohl der Arbeitsweise der damaligen Fotografen als auch des materiellen Charakters der Sammlung selbst.

Kirche des hl. Georg in Ostroppa, 1920er–1930er Jahre.
Foto: Paul Otto Schau

Wie die Autoren der Ausstellung betonen, beschränkt sich die Präsentation nicht ausschließlich auf die Schau archivierter Fotografien. Vielmehr soll sie einen Ausgangspunkt für Gespräche über die heutige Bedeutung der Begriffe „Heimat“ und „hajmat“ sowie darüber bieten, wie sich Vorkriegsbilder heute jenseits ihres ursprünglichen, oft ideologischen Kontextes lesen lassen.

Vorträge und Kuratorenführungen

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Wie die Kuratorin der Ausstellung, Marta Paszko, informiert, sind neben der eigentlichen Präsentation auch Vorträge und Kuratorenführungen geplant.
„Neben der Ausstellung selbst (geöffnet vom 23. Januar bis 19. April) planen wir zwei Vorträge: am 31.01. um 12 Uhr unter dem Titel ‚Heimat oder hajmat? Zur Sammlung der zwischenkriegszeitlichen Fotografien auf Glasplatten aus den Beständen des Museums in Gleiwitz‘, den ich selbst halten werde, sowie am 10.04. um 17 Uhr den Vortrag ‚Die ethnografische Fotografie von Paul Schau‘, den Bożena Kubit übernehmen wird. Am Eröffnungstag der Ausstellung sowie am 28.02. sind außerdem Kuratorenführungen geplant“ – teilt Marta Paszko mit.

Die feierliche Vernissage mit Kuratorenführung findet am 23. Januar um 17.00 Uhr in der Villa Caro – der Kunstlesehalle des Museums in Gleiwitz – statt. Die Ausstellung „Heimat i hajmat. Oberschlesien in der Vorkriegsfotografie aus den Sammlungen des Museums in Gleiwitz“ ist bis zum 19. April 2026 zu sehen.

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