Wirtschaft: 2026 dürften die Deutschen wohlhabender sein

wochenblatt.pl 1 godzina temu
Zdjęcie: Nowy Ratusz w Monachium – najbogatszego miasta w Niemczech. Foto: Steffen Flor/Wikipedia


In Bayern am höchsten

Im vergangenen Jahr führten steigende Preise dazu, dass die Konsumbereitschaft der Deutschen zurückging, was für die Wirtschaft belastend war. Wird das Jahr 2026 ähnlich verlaufen? Vieles spricht dafür, dass dies nicht der Fall sein wird – ganz im Gegenteil. Nach aktuellen Prognosen könnte das verfügbare Einkommen der Einwohner der Bundesrepublik Deutschland, also der Betrag, der ihnen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben für Konsum, Wohnen, Freizeit und Ersparnisse bleibt, im Jahr 2026 im Vergleich zu 2025 deutlich steigen.

Im Durchschnitt wird dieses Einkommen auf 31.193 Euro pro Person geschätzt, was einem Zuwachs von etwa 5 Prozent (1.466 Euro) entspricht, wie das Marktforschungsunternehmen NIQ mitteilt. Markus Frank, Geomarketing Experte bei NIQ, erklärt: „Nach moderaten Steigerungen in den vergangenen Jahren nimmt die Kaufkraft des verfügbaren Einkommens der Deutschen wieder spürbar zu. Das verfügbare Einkommen wächst deutlich.“

Allerdings wird die tatsächliche Entwicklung der Kaufkraft durch die Inflation und Unsicherheiten in der Wirtschaftspolitik gebremst. Die Prognosen spiegeln nominale Werte wider – sie berücksichtigen nicht vollständig, wie stark die Konsumenten den Anstieg real spüren werden, wenn etwa Energie-, Mieten- oder Lebenshaltungskosten steigen.

Bayern an der Spitze

Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, wird deutlich, dass weiterhin erhebliche regionale Unterschiede bestehen. So verfügen die Einwohner Bayerns laut der NIQ Studie im Durchschnitt über 33.666 Euro pro Person und Jahr, ungefähr 8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auf den Plätzen zwei und drei liegen Hamburg (33.019 Euro) und Baden Württemberg (32.813 Euro). Am Ende der Rangliste steht Bremen mit einer Kaufkraft von 27.172 Euro pro Person.

Nowy Ratusz w Monachium – najbogatszego miasta w Niemczech.
Foto: Steffen Flor/Wikipedia

Unter den Landkreisen liegen Starnberg in Bayern (42.751 Euro) und – wie im Vorjahr – die Landeshauptstadt München (41.355 Euro) an der Spitze, jeweils etwa ein Drittel über dem Bundesdurchschnitt. In der Rangliste der Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern führt München (40.800 Euro) vor Düsseldorf (35.715 Euro).

An der Spitze stehen wie seit vielen Jahren auch Frankfurt am Main – die Finanzhauptstadt Deutschlands und der Europäischen Union –, Stuttgart, die baden-württembergische Landeshauptstadt, bekannt als Sitz von Daimler, Porsche und Bosch, sowie Hamburg, die Stadt mit den meisten deutschen Millionären. Die deutsche Hauptstadt Berlin erreicht hingegen 30.178 Euro, etwa 3 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Inflation als Risiko

Die von NIQ ermittelten Werte sind nominal und berücksichtigen keine Inflation. Wie stark die Menschen den Anstieg tatsächlich spüren, hängt wesentlich von der Entwicklung der Verbraucherpreise ab. Nach Prognosen des Ifo Instituts könnte die Inflationsrate 2026 bei etwa 2,2 Prozent liegen – ähnlich hoch wie im Vorjahr.

„Die Einwohner Bayerns verfügen über durchschnittlich 33.666 Euro pro Person und Jahr, was etwa 8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt.“

In der Analyse der Marktforscher ist das verfügbare Nettoeinkommen unter anderem aus Daten zu Löhnen, Einkommensteuern und staatlichen Leistungen berechnet worden, einschließlich Transferleistungen wie Renten, Arbeitslosenunterstützung und Kindergeld, aber ohne die laufenden Lebenshaltungskosten wie Mieten und Nebenkosten.

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