Sie liebte Licht und Farbe
Eine wunderbare Nachricht für Kunstliebhaber: Die Ausstellung „Gerda Stryi-Leitgeb. Die Rückkehr einer großen Malerin“ im Städtischen Museum Breslau wurde bis zum 29. März 2026 verlängert! Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, das Leben einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Breslau tätig war, kennenzulernen und ihre ausdrucksstarken Stillleben und Landschaften zu sehen, in denen die Farbe eine zentrale Rolle spielt.
Wer war Gerda Stryi?
Gerda Stryi-Leitgeb (1905–1992) wurde in Kattowitz geboren und begann bereits im Alter von 16 Jahren ein Studium an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau. Ihre Aufnahme an die Akademie sorgte für Aufsehen – ihre Arbeiten, obwohl unvollständig, begeisterten die Prüfungskommission. In ihrem Verteidigung trat niemand Geringeres als Otto Mueller auf, der berühmte deutsche Expressionist und Dozent, der die anderen Professoren ermutigte: „Lasst uns sie aufnehmen“. An der Akademie besuchte Gerda außerdem die Klassen von Oskar Moll und Konrad von Kardoff, wo sie ihren eigenen Malstil entwickelte, der sich durch lebendige Farben und gewagte Kompositionen auszeichnete.
Gerda Stryi mit Ehemann Erich in Breslau.Quelle: Muzeum Wrocław
Noch während des Studiums lernte Gerda den Künstler Erich Leitgeb kennen, den sie heiratete. Das Paar reiste durch Europa – Frankreich, Italien, Norwegen – und die während dieser Reisen entstandenen Werke fanden Anerkennung bei Kritikern. Die Breslauer Künstlerboheme, in der Gerda verkehrte, zählte unter anderem den Bildhauer Robert Bednorz sowie die Maler Wolfgang von Websky und Johann Drobek zu ihren Bekannten.
Schwierige Jahre und „entartete Kunst“
Anfang der 1930er Jahre war Gerda bereits eine etablierte Künstlerin. Ihre Arbeiten, die den Kontrast des südlichen Lichts zu den schweren Mauern Nordeuropas zeigten, zeichneten sich durch Ausdruckskraft und raffinierte Schlichtheit aus. Doch 1933 änderte sich die Lage radikal, als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen. Die Akademie in Breslau wurde geschlossen, und Gerdas Werke wurden als „entartete Kunst“ eingestuft, sodass ihre Ausstellung verboten wurde. Ein Großteil ihres künstlerischen Vorwerks aus der Vorkriegszeit ging unwiederbringlich verloren.
Die große Rückkehr Gerdas nach Breslau erfolgte erst nach ihrem Tod – dank der Zusammenarbeit des Städtischen Museums Breslau und des Vereins der Freunde und Förderer der Schlesischen Kulturstiftung wurden ihre Werke wieder in ihrer Heimatstadt gezeigt.
Nachkriegszeit und Rückkehr nach Breslau
Nach dem Krieg zog Gerda mit ihrem Mann nach Wiesbaden. 1950 verstarb Erich Leitgeb, und Gerda übernahm seine künstlerischen Aufträge, darunter das Bemalen der Decken im Hessischen Staatstheater Wiesbaden – monumentale Arbeiten, die noch heute die Eingänge des Gebäudes schmücken. Sie malte weiter, veränderte ihren Stil leicht, behielt aber ihre Liebe zum Licht und zu den Farben Südeuropas bei, die weiterhin in ihren Landschaften und Stillleben auftauchten. Sie blieb bis zu ihrem Tod 1992 aktiv als Malerin.
Die Ausstellung „Gerda Stryi-Leitgeb. Die Rückkehr einer großen Malerin“ im Städtischen Museum Breslau wurde verlängert.Quelle: Muzeum Wrocław
Die große Rückkehr Gerdas nach Breslau erfolgte erst nach ihrem Tod – dank der Zusammenarbeit des Städtischen Museums Breslau und des Vereins der Freunde und Förderer der Schlesischen Kulturstiftung (SKWS) wurden ihre Werke wieder in ihrer Heimatstadt präsentiert.
Die Ausstellung „Gerda Stryi-Leitgeb. Die Rückkehr einer großen Malerin“
Im Königspalast können etwa 100 Werke der Künstlerin besichtigt werden, darunter zwei Gemälde aus ihrer Breslauer Schaffensperiode. Die Ausstellung umfasst auch Werke von Erich Leitgeb sowie von Künstlern aus Gerdas Umfeld, die ebenfalls Breslau porträtierten.
Details:
- Königspalast, Kazimierz-Wielki-Straße 35
- Ausstellung bis 29. März 2026
- Finissage: 28. März 2026 (Samstag), 17:30 Uhr
- Die Gemälde stammen aus den Sammlungen des Vereins der Freunde und Förderer der Schlesischen Kulturstiftung (SKWS Stiftung Kulturwerk Schlesien).




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